Abenteuer Island - 6800 km  

Teamvorstellung:

Melanie – Nissan Navara (Beifahrer Michel)

Matthias u. Mirjam – Toyota Land Cruiser

René u. Valerie  – Land Rover Discovery 2

Marco  u. Sandy – Land Rover Discovery 1

Michel  – Toyota Land Cruiser (Mietauto in Island) 

Sonntag, 17. Juni 2012

Um 4.00 Uhr morgens haben wir uns beim A4-Träff in Adlikon getroffen und sind Richtung Deutschland losgefahren. Unsere Fahrt führte über Thayngen nach Deutschland. Über die A7 gings Richtung Norden. Matthias hatte mit seinem Toyo etwas Mühe mit den aufsteigenden Passagen der Autobahn und fiel auf 80km/h zurück, konnte jedoch bei den abwärts Strecken wieder Schub holen. Gemütlich mit durchschnittlich 100km/h tuckerten wir im Konvoi bis nach Dänemark. Den Grenzübergang haben wir beinahe nicht bemerkt, da es keinen Zoll mehr gibt. In Billund angekommen, suchten wir das Legoland und gleich nebenan fanden wir einen Campingplatz wo wir unsere erste Nacht verbrachten. Das Wetter war den ganzen Tag über schön und warm. 

Montag, 18. Juni 2012

Nach einem gemütlichen Frühstück machten wir uns auf den Weg ins Legoland. Es ist sehr beeindruckend, was man aus Lego alles machen kann. Als es zu regnen begann, haben wir uns, nach einer Stärkung im Restaurant, auf den Weg zu unseren Autos und somit auf den Weg nach Hirtshals gemacht. Die Fahrt nach Hirtshals war jedoch sehr anstrengend, da es wie aus Kübeln regnete, man konnte kaum 80km/h fahren. Als wir im Norden Dänemarks ankamen schauten wir wo die Fähre ablegt und sahen auf einem etwas unromantischen Kiesplatz viele Reisemobiles. Wir überlegten kurz, ob wir auch dort übernachten wollen, entschieden uns jedoch für den Campingplatz in der Nähe. Wir Frauen machten einen Spaziergang zum nahegelegenen Meer und erfreuten uns über den schönen Strand und die tolle Lichtstimmung.  

Dienstag, 19. Juni 2012

Um 6.00 Uhr klingelte der Wecker und wir machten uns auf den Weg zum Hafen. Der Check-In und später auch das Einschiffen verliefen unproblematisch. Die Beifahrer mussten jedoch zu Fuss auf die Fähre und warteten hungrig bis wir auch an Board waren. Als unsere Gruppe wieder komplett war, gönnten wir uns ein Frühstück und die einen bereits um 9.00 Uhr ihr erstes Bier. Das Mittagessen konnten wir in der Cafeteria einnehmen. Dies konnte man jedoch eher als Frass betiteln. Nach etwas Shopping und Apéro in der Sky-Bar konnten wir bereits wieder zum Nachtessen im Buffet-Restaurant schreiten. Das Buffet war vielfältig und es gab für jeden Geschmack etwas. Später verweilten wir bei Live-Musik und einem Schlummi in der Bar.  

Mittwoch, 20. Juni 2012

Die Nacht auf See verlief ruhig und wir machten uns übers Frühstücks-Buffet her. Am Nachmittag vertrieben wir uns die Zeit mit Hardcore Ciao Sepp. Während dem Aufenthalt bei den Färöer Inseln war die Sky-Bar geschlossen und wir bestaunten den Hafen das Dorf vom Deck der Fähre. Nach dem Nachtessen gab es noch ein, zwei Bier in der Sky-Bar, bis wir genügend müde fürs Bett waren. 

Donnerstag, 21. Juni 2012

Morgens um 5.30 Uhr wurden wir sehr unsanft durch den Kapitän geweckt. Er informierte, dass wir in 3 Stunden anlegen und dass die Kabinen bis 6.30 Uhr geräumt sein müssen. Nach dem Frühstück war wieder einmal warten angesagt, warten bis die Fähre endlich in Seydisfjördur anlegen wird. Das Ausschiffen dauerte sehr lange und Mättel und Mirjam mussten einen Zwischenstopp bei der Zollkontrolle in einer Garagenbox machen. Als wir alle isländischen Boden unter den Füssen bzw. Rädern hatten, fuhren wir in Richtung Egilsstadir. Ein erster Abstecher führte uns nach Nord-Osten, nach Hroarstunga, dann über Jökuldalur, Adalból durchs Gelände. Richtung Vesturöraefi, führte unser Weg über Schotterpisten und kleinere Flussdurchfahrten nach Mödrudalur. Dort angekommen, fanden wir eine sehr spezielle Tankstelle, welche sich in typisch isländischen Häuschen mit Grasdächern versteckte. Im Kaffee nebenan machten wir eine kurze Pause. Von dort aus gings weiter nach Reykjahlid beim Myvatn See. Auf dem Weg machten wir einen kurzen Abstecher zur Schwefel-Lanschaft Námafjall. Nach dem fotografischen Festhalten der beeindruckenden Umgebung sind wir noch bis Laugar gefahren. Dort kannte ich einen schönen Campingplatz mit Restaurant und Hot-Pot. Mirjam, Mättel, Marco und Sandy haben selber gekocht und René, Vali, Michel und ich verzehrten ein 3-Gang-Menu von der Hausfrau des Campings.  

Freitag, 22. Juni 2012

Da wir auf der Fähre die Uhr eine Stunde vorstellen mussten, die automatische Zeiteinstellung der IPhones jedoch zwei Stunden Zeitverschiebung zur Schweiz anzeigten, wussten wir nicht recht welche Uhrzeit wir nun haben. Eigentlich war die Zeit ja gar nicht wichtig, hell war es sowieso. Tatsächlich war es jedoch so, dass die Uhr zwei Stunden vorgestellt werden musste. Wir fuhren Richtung Myvatn, sind bei Gardur rechts weg auf eine kleine Strasse Richtung Graenavatn im Askja-Gebiet. Über Stock und Stein, Lavafelder und Schotter, Sand und Auf-und ab sowie über oder um ein Schneefeld tuckerten wir durchs Dyngufjalldalur zum Drekagil Camping in der Askja. Diese Fahrt war toll zum Fahren, eindrücklich von der Landschaft her und einfach cool. Als wir dort ankamen standen hinter einer Absperrung. Wir fragten uns weshalb die Strecke gesperrt sein soll, wir hatten ja nirgends ein „Gesperrt-Schild“ gesehen. Die Frau vom Camping fragte uns woher wir kamen, und ob wir ihr auf der Karte zeigen könnten wo wir durchgefahren sind. Sie fragte uns wie die „Strasse“ gewesen sei und ob es noch Schnee hatte. Natürlich haben wir ihr Auskunft gegeben. Dann wollten wir zur Drachenschlucht, verfehlten jedoch den Weg und stiegen den Berg zum Viti-See hoch. Auf dem Rückweg zu unseren Autos fanden wir den Weg zur Schlucht doch noch, aber wir waren dann doch schon zu müde um nochmals irgendwohin zu wandern. Wir verliessen diesen Platz und fuhren bis zum nächsten Camping, in der Hoffnung, dass dieser etwas gemütlicher sei. Die Hoffnung ging in Erfüllung, der Camping bei Herdurbreidarlindir war gemütlicher, obwohl man mit den Autos nur auf dem Kiesplatz parkieren durfte. Dachzelte und „Halle“ aufgestellt gings ans Kochen. Ravioli mit gebratenem Speck war unser Menu. Die Männer hatten sich einen guten Znacht verdient, da sie noch den Landy von René reparieren mussten. Die Achswelle verlor Öl. Zum Dessert gabs Guezli und ein Glas Rotwein (Müre sei Dank. Da niemand aus dem Zelt zum Korkenzieher wollte, beschloss Marco, den Korken den Flaschenhals runter zu stossen. Achtung, es spritzt!).

 Samstag, 23. Juni 2012

Unsere Weiterfahrt führte über Schotterpisten in den Norden bis zum Dettifoss. Der bekannte grosse Wasserfall ist sehr beeindruckend und da die Sonne strahlte, waren Regenbogen zu sehen. Hier teilte sich die Gruppe auf. Meli und Michel fuhren nach Akureyri um ein Auto für Michel zu mieten und die anderen fuhren dem Meer entlang über Mána um den Fjord bis nach Húsavik. Während der Fahrt um den Fjord stellte Marco fest, dass sein Landy Wasserverlust hat. Dies konnte jedoch schnell behoben werden. Meli und Michel trafen ebenfalls in Húsavik ein und warteten beim Hafen auf den Rest der Gruppe. Wir assen im Gamli Bákur, dem bekannten Restaurant beim Hafen, und später bestiegen wir das Boot für die Wale-Watching Tour. Mättel und Michel wollten nicht mitkommen und kehrten zu Campingplatz zurück. Das Wale-Watching war erfolgreich. Wir haben einige Bukelwale und Minke Wales gesehen. Die Stimmung war unglaublich, speziell das Licht vom Sonnenuntergang mit den Walen und Papageientaucher auf dem Meer. (So sahen wir das erste Mal „Pinguruhs“).  

Sonntag, 24. Juni 2012

Als wir abfahren wollten, stellten wir fest, dass sich Abdeck-Deckel von meiner Stossstange in Luft aufgelöst hatten und dass sich das Steuergerät der Seilwinde selbständig gemacht hat. René konnte mit einem kleinen Spannset das Steuergerät wieder befestigen und ich klebte die Löcher auf der Stossstange mit dem schwarzen Klebeband von Mättel ab. Nun konnte es los gehen zur Tankstelle. Doch als wir weiter fahren wollten, startete Mättels Toyo nicht mehr. Motorhaube auf, ein zwei Stecker raus und wieder rein und schon brummte der Motor wieder und es konnte definitiv los gehen. Nach einem Stop beim Gódafoss fuhren wir Richtung Sprengisandur. Doch bei Myri konnten wir unsere Fahrt über die Sprengisandur nicht weiterführen, da die Route gesperrt war. Also hiess es umdrehen und zurück zur Ringstrasse. Somit gings weiter Richtung Grenivik über eine F-Strasse. Bei Grenivik führte ein Weg rechts weg, ein Tor mit dem Schild „only 4x4“ musste geöffnet und geschlossen werden und weiter gings zum Hvalvatnsfjördur ans Meer. Diese Fahrt ist immer wieder sehr schön, man sieht viele knallig-grüne Moose, blaue Wasserläufe und Schnee-Berge. Der Eine oder Andere Bach muss überquert werden und manchmal muss man einer Schafherde Platz machen, welche in die Berge getrieben wird, natürlich per Pferd. Auf dem Rückweg machten wir einen Zwischenstop bei Pólar Hestar und machten einen Ausritt. Alle waren begeistert von diesem Abenteuer. Danach fuhren wir über Akureyri nach Torfufell mit dem Ziel in Laugafell zu übernachten. Doch leider standen wir schon bald wieder an einem „Gesperrt-Schild“, da dieser Weg auf die Sprengisandur führte. Enttäuscht schlugen wir gleich vor Ort das Nachtlager auf. Es regnete, doch zum Glück hatten wir unsere Halle und somit konnten wir am Trockenen kochen.  

Montag, 25. Juni 2012

Nach unserer „wild-camping“ Nacht fuhren wir zurück nach Akureyri, wo es eine kurze Shopping-Tour durchs Städtli gab. Unsere Alternative zur Sprengisandur führte über den Norden nach Dalvik, Ólafsjördur durch spezielle Tunnels (einspurig mit Ausweichnieschen) bis nach Saudarkrókur. Das Dorf im Skagafjördur verfügt und ein sehr gutes Restaurant, das blaue Haus mit dem Namen Ólafshús. Dort gibt es sehr feines Pferdefleisch. Danach kehrten wir zum Grettislaug zurück, wo wir unsere Zelte bereits vor dem Essen aufgeschlagen haben. An diesem Ort findet man einer der schönsten Natur Hot-Pots Islands. Wir genossen ein heisses Bad unter freiem Himmel, mit dem Meer und den Bergen im Hintergrund. Später wurde noch eine Partie Ciao Sepp gespielt, wobei sich nicht immer alle an die Regeln hielten. 

Dienstag, 26. Juni 2012

In Saudarkrókur gingen wir einkaufen und dann gings weiter nach Varmalid. Da die Sprengisandur immer noch gesperrt war, fuhren wir Richtung Blönduos und dann links weg nach Hverwellir. Dies war eine sehr schöne Strecke. Bei Adalmansvatn kamen wir auf eine gestrichelte Strasse, diese entpuppte sich allerdings als Sackgasse und wir drehten um und fuhren über einen anderen Weg weiter. Nach einigen Flussüberquerungen kamen wir bei Hvervellir an. Die Schwefel-Landschaft war auch hier eindrucksvoll und wir versuchten den blauesten See Islands zu finden (der sollte da sein). Irgendwie sind wir gefühlte 3 Stunden einem Weg gefolgt, welcher aber nur zu riesigen Lava-Felsen-Spalten führte. Wir haben diesen See nicht gefunden, leider. Ein Kaffee stärkte uns und unsere Fahrt konnte weiter gehen. Wir reisten Richtung Blönduos, Hvammistangi bis zum Campingplatz bei Hamarsbúd. Dieser Platz war direkt am Meer und nach dem Abendessen machten wir einen Spaziergang zu den Aussichtspunkten, von wo aus man Seehunde sehen kann. Es war lustig zu sehen, wie die Seehunde meinen Zoom hörten und sich fürs Foto positionierten und sich regelrecht präsentierten. 

Mittwoch, 27. Juni 2012

In Hvammistangi mussten unsere Autos wieder mal aufgetankt werden und ein kurzer Besuch in einer Woll-Fabrik folgte. Unser Weg führte weiter über die Ringstrasse zu den Westfjorden und somit nach Hólmavik, wo wir Burger essen gingen. Weiter gings bis Langabol, dann über einen Bergweg, welcher über Bäche und Holperpisten führte auf die südliche Ringstrasse. Bei Flókalundur auf dem Campingplatz schlugen wir unser Nachlager auf. Da ich schon seit einiger Zeit ein komisches Kleppern beim Auto hatte, schauten wir meinen Navara etwas genauer an und stellten fest, dass ein Blatt der linken Blattfeder gebrochen war. Die Jungs entschieden sich, das lose Blatt-Teil zu entfernen.  

Donnerstag, 28. Juni 2012

Die Weiterfahrt führte uns wieder über die eine Bergstrasse zum Dynjandi Wasserfall. Dann gings weiter über Foss nach Patreksjördur, wo wir Autos und Menschen aufgetankt haben. Für unsere Pause fanden wir ein schönes Plätzchen direkt am beinahe kitschig-blauen Meer. Auf unserem Weg nach Látrabjarg fanden wir ein Flugzeugwrack wo es ebenfalls ein Museum hat. Dies besuchten wir jedoch nicht, tranken aber einen Kaffee im Restaurant. Bei der Weiterfahrt faszinierte uns ein weiteres Wrack, diesmal aber ein altes Schiff, welches aufgelaufen war. Obwohl es nicht erlaubt wäre, betraten einige von uns das Wrack und bestaunten das Zurückgebliebene. (komisch war, dass das Deck des Schiffs mit Beton aufgefüllt war, also wird wohl damit gerechnet, dass Touristen das Schiff besteigen). Durch den Blitz des Fotoapparates konnten einige „versteckte“ Gegenstände sichtbar gemacht werden. Weiter gings den Westfjorden entlang bis zum Bjargtangar, dem berühmten Berg wo es Papageientaucher zu sehen gibt. Wir wanderten den Berg hoch und haben tatsächlich einige dieser speziellen Vögel gesehen. Die Fahrt ging wieder zurück bis zum Campingplatz Breidavik. Mirjam, Mättel, Marco und Sandy haben selber gekocht. René, Vali, Michel und ich haben sich dazu entschieden, wiedermal echt isländisch zu essen und gingen ins Restaurant. Das Menu war Fisch oder Lamm. Dieser Camping war eher ein Clamping, es hatte sogar eine Waschmaschine. Unsere Wäsche haben wir über die Nacht in unserer Halle aufgehängt, leider war sie am Morgen immer noch nicht trocken. 

Freitag, 29. Juni 2012

Jeder sammelte seine Wäsche ein und es wurde kurzerhand eine Wäscheleine im Auto montiert. Somit konnte die Wäsche während der Fahrt trocknen. Die Fahrt führte uns über die Ringstrasse Richtung Borgarnes. Bei Borgarnes konnten wir keinen schönen Camping finden, deshalb fuhren wir bis Akranes weiter.  

Samstag, 30. Juni 2012

Mirjam, Mättel und ich fuhren am Morgen nach Reykjavik um den North 66-Outlet aufzusuchen. Leider war dieser noch geschlossen. Ich verliess die Gruppe um einen Tag am Landsmót (Islandpferde Meisterschaft) zu verbringen. Die Anderen haben die Blaue Lagune bei Grindavik besucht und sind dann Richtung Geysir gefahren. Ich habe einige bekannte Leute am Landsmót getroffen und habe viele super Pferde gesehen. Am Abend bin ich zum Geysir gefahren, wo ich auf dem Campingplatz wieder auf den Rest der Gruppe traf.

 

Sonntag, 1. Juli 2012

Nach der Besichtigung der Geysire und dem nahegelegenen Gullfoss gings weiter Richtung Kerlingarjöll. Bei Ásgardsfjall verführte uns ein Schild „Hot-Springs“ und wir folgten dem Weg den Hang hinunter zur wunderschönen Schwefel-Landschaft. Es war atemberaubend und wir empfehlen dies als Geheim-Tipp. Nach einer längeren Fahrt über Steinfelder, Flüsse und ein hartnäckiges Schneefeld, welches umfahren werden musste, standen wir wieder bei einem Schneefeld. Das Wetter war etwas ungemütlich und wir wussten nicht, wie wir dieses Schneefeld bezwingen sollten, da der Schnee sowie der Untergrund sehr weich waren. Plötzlich sahen wir einen Wanderer. Es war ein Deutscher und er sagte uns, dass es da oben noch viel mehr Schnee habe und dass der Pass nicht gut zu überqueren sei. Es sei besser wenn wir umdrehen. Gesagt getan, zurück gings Richtung Gullfoss. Auf einer Kiesstrasse bemerkte Müre, dass Michel einen Platten hatte. Die Jungs konnten das Leck jedoch schnell flicken und der Reifen wurde wieder aufgepumpt. Abends landeten wir in Flúdir, wo wir im Restaurant Steaks essen gingen und auf dem Camping übernachteten.  

Montag, 2. Juli 2012

Bevor wir los konnten, musst Mättel noch unter seinen Toyo kriechen und etwas mit Draht flicken. Unsere Fahrt führte uns nach Landmannalaugar, wo man im Fluss baden könnte. Niemand von uns hatte Lust zu baden, somit sind wir weiter gefahren und wollten über eine kleine Strasse nach Hrafntinnusker. Wiedermal verderbte uns ein grosses Schneefeld den Spass und wir mussten umdrehen. Also probierten wir die nächste Möglichkeit. Unser Ziel war Laufafell. Wir sind über beeindruckende Landschaften, Flüsse und Schneefelder gefahren, bis wir wieder vor einem sehr langen Schneefeld standen. Nachdem die Jungs das Feld begutachtet haben entschied sich Mättel, zu probieren, das Schneefeld zu überqueren. Die Mitte war geschafft, doch dann plötzlich gings nicht mehr weiter und Mättel ist stecken geblieben. Wir besprachen, wie wir ihn am besten da raus kriegen, ob mit Seilwinde und allen Gurten die wir haben oder ob wir es mit Schaufeln und stossen probieren sollten. Wir entschieden uns für Schaufeln und Stossen. Dies funktionierte nach mehreren Versuchen. Dann war Mättel jedoch auf der anderen Seite des Schneefeldes. Er ging gleich noch schauen wie es weiter gehen würde, sah aber ein weiteres grösseres Schneefeld, welches den Hang hinunter ging. Wir wollten kein Risiko eingehen, da wir nicht wussten, wie viel Schnee danach noch kommen würde, und das nächste Schneefeld kämen wir nicht wieder hoch. Aus diesen Gründen entschieden wir uns, wieder einmal umzudrehen. Also kam Mättel wieder zurück, brauchte jedoch nochmals Muskel-Hilfe. Zurück auf der F225 fuhren wir nach Hella. Wir gingen einkaufen und checkten beim Campingplatz Árhús ein. Wir genossen ein selbstgekochtes Nachtessen mit isländischem Fleisch, Nudeln und Bohnen. 

Dienstag, 3. Juli 2012

Unser nächstes Ziel war das Landesmuseum von Skógar und der Skógafoss. Obwohl ich kein Museum-Fan bin, finde ich das Landesmuseum Skógar sehr sehenswert und empfehle jedem Islandtourist den Besuch dort. Weiter gings auf der Ringstrasse bis ca. Sólheimasandur wo wir die Strasse verliessen und Richtung Meer fuhren. Ca. 1.5km von der Strasse liegt ein Flugzeugwrack der US-NAVY. Danach führte unsere Fahrt auf der Ringstrasse über Vik, durch trostlose Gegenden mit von Moos überwachsener Lava, zum Jökullsarlón, dem bekannten Gletschersee beim Vatnajökull. Der See ist voller Gletscher-Eisschollen in verschiedenen blautönen. Eine sehr schöne Kulisse. Auf der anderen Strassenseite gelangt man direkt ans Meer, wo gigantische Eisstücke auf den schwarzen Sandstrand gespült werden. Der Anblick dieses Strandes verzaubert jedes Fotografen-Auge. Wieder beim See, allerdings auf der anderen Seite des Kanals zwischen See und Meer, konnten wir noch Roben und Papageientaucher beobachten. Unser nächstes Ziel war Höfn. Nach dem wir unser Zeltlager aufgeschlagen haben, haben sich René, Vali und ich entschieden, nochmals auswärts Essen zu gehen. Die Anderen blieben auf dem Camping und kochten Spaghetti. Wir flanierten durch das Dorf, welches für Hummer-Spezialitäten bekannt ist. Das eine Restaurant war voll, beim nächsten passte uns die Karte nicht, doch das dritte Lokal sah sehr sympathisch aus. Ich bin kein grosser Fisch-Esser, doch der Reiz, die hiesige Spezialität zu probieren war gross und ich tat es. Ich bestellte ein Teller voll Languste und Hummer. Es hat mir erstaunlich gut geschmeckt. René und Vali entschieden sich fürs Lamm, welches nach dem Abschneiden der Fettschicht auch nicht mehr so böckelte. Zum Dessert gingen wir ins erste Restaurant und genossen einen gemütlichen Abend. 

Mittwoch, 4. Juli 2012

Von Höfn aus führte unsere Route über eine Bergstrasse (Abkürzung) nach Egilsstadir. Bei einer Tankstelle konnten wir die Autos waschen und Luft in die Reifen pumpen. Danach brachten wir Michels Auto an den Flughafen zurück und unsere Fahrt ging nach Seydisfjördur. Nach etwas Suchen, fanden wir den Campingplatz und richteten uns ein. Später spazierten wir durchs Hafendorf und wollten etwas essen. Das eine Restaurant war sehr alternativ und wir entschieden im Hotel neben dem Camping zu essen. Unser letztes Abendessen auf Island war sehr gut und es war ein gemütlicher Abend. 

Donnerstag, 5. Juli 2012 / Freitag, 6. Juli 2012

Um 7.00 Uhr ging der Wecker und wir mussten uns auf den Weg zum Hafen machen. Wir reihten uns in den angegebenen Fahrspuren ein und warteten, bis wir in die Fähre fahren konnten. Auch hier mussten die Beifahrer zu Fuss auf die Fähre. Um 10.00 Uhr legten wir ab und eine lange, lange Fahrt übers Meer begann. Da wir diesmal in der Nacht bei den Färöer Inseln anlegten, hatten wir keine spannende Abwechslung auf der Fähre. Wir unterhielten uns mit Ciao Sepp, lesen, fernsehen, essen, trinken etc.  

Samstag, 7. Juli 2012

Um 12.30 Uhr Schweizerzeit hat die Fähre in Hirtshals angelegt. Da ich wieder die Letzte unserer Gruppe war, die den Kahn verlassen durfte, war es bereits 13.30 Uhr bis wir unsere Heimreise per Strasse in Angriff nehmen konnten. Die Fahrt von Hirtshals-Dänemark über Deutschland bis zu mir nach Hause dauerte 17 Stunden, wobei wir ca. alle 3 Stunden eine Pause gemacht haben. Wir kamen am Sonntag, 8. Juli 2012, morgens um 5.30 Uhr beim A4-Träff in Adlikon an. Dort begann unser Abenteuer Island und 6800km später endete unser Abenteuer Island wieder dort. „Pfannäbä“

Ich danke Euch allen, es war toll mit Euch.  

12.07.2012 / Melanie